Die Barmer war vorgeprescht, jetzt schreiben auch die anderen Ersatzkassen verschiedene Antibiotika aus. Auch das immer wieder von Engpässen betroffene Brustkrebsmedikament Tamoxifen sowie das Antimykotikum Posaconazol stehen auf der Liste.
Wie gesetzlich nach § 130a Sozialgesetzbuch (SGB V) vorgeschrieben, gibt es mindestens zwei Zuschläge, von denen einer an einen Hersteller mit EU-Produktion geht. Eigentlich könnten laut Ausschreibung aber pro Los bis zu zwei Zuschläge vergeben werden, sodass es maximal vier Rabattpartner geben könnte. Einziges Kriterium ist darüber hinaus der Preis.
Ausgeschrieben sind, jeweils getrennt für TK/hhk/HEK und DAK/KKH:
Außerdem sollen nur für DAK/KKH weitere Zuschläge erteilt werden:
Start der Verträge ist der 1. Januar 2027, die Verträge haben eine Laufzeit von 24 Monaten und können zweimal für je sechs Monate verlängert werden.
Die Barmer hatte bereits im Januar ausgeschrieben, ihre Verträge sollen erst am 1. Juli 2027 starten. Hier geht es um Amoxicillin, Amoxicillin/Clavulansäure, Azithromycin, Betamethasondipropionat/Gentamicin, Cefaclor, Cefpodoxim, Cefuroxim, Ciprofloxacin, Clarithromycin, Clindamycin, Doxycyclin > 50 mg, Doxycyclin ≤ 50 mg, Fosfomycin, Fusidinsäure, Fusidinsäure/Betamethason, Levofloxacin, Linezolid, Metronidazol, Moxifloxacin, Ofloxacin, Pamidronsäuredinatrium, Phenoxymethylpenicillin, Posaconazol, Roxithromycin, Tamoxifen, Tobramycin, Trimethoprim/Sulfamethoxazol und Vancomycin-Standard.